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Katastrophen und Unwetter

Aus HüPedia

Chronologie

1910 Die enorm grossen Niederschläge des 14./15. Juni verursachen einen grossen Wasserschaden. In der Stadelmatt sind drei Dammbrüche eingetreten und bei Drälikon haben die vereinigten Feuerwehren von Hünenberg und Cham grosse Mühe, Dammbrüche zu verhindern. Laut den von den Einwohnerräten der hauptsächlich durch die Überschwemmungen und Rutschungen betroffenen Gemeinden gemachten Erhebungen wurde der Schaden approximativ geschätzt: in Hünenberg auf 20'475 Franken. Zur staatlichen Subventionierung werden 29 Abräumungsprojekte empfohlen und der Gesamtkostenvoranschlag auf 48'720 Franken angesetzt. Die zur Tilgung des Hochwasserschadens angeordnete schweizerische Liebesgabensammlung weist 2'141'497.45 Franken als Ergebnis auf.[1]

1927 Schweres Hagelwetter mit Sturm und Wolkenbruch geht Anfang August über einzelne Höfe von Hünenberg nieder. Mehr als faustgrosse Hagelsteine fallen. Sie zerschmettern alles, was sie treffen. Häuser und Scheunen sind ohne Dächer, da alle Ziegel auf der Wetterseite zerschlagen sind. Das Wasser giesst in Strömen durch die Kammern und Gänge, durch die Heustöcke und Viehställe. Der Schaden ist unermesslich; er beträgt allein im Kanton Zug nahezu eine Million Franken.ref>Zuger Kalender/Chroniken ZVB, 2.8.1927</ref>

1942 Ein schweres Hagelwetter sucht im Juli die fruchtbarsten Höfe der Gemeinden Menzingen, Baar, Steinhausen, Cham und Hünenberg heim. Es stiftet unberechenbaren Schaden an den Fruchtäckern, Gemüsekulturen und Obstbäumen.[2]

1962 Die starken Nassschneefälle haben in den zugerischen Waldungen der Talgemeinden schwere Schäden verursacht und führen zu Zwangsnutzungen von rund 1700 Kubikmeter Holz. Die Korporation Hünenberg hat für die Holzereiarbeiten ein Dutzend geübte Holzfäller aus dem Schwarzwald in Dienst genommen.[3]

1982 Während in Menzingen MItte August ein Hagelwetter grossen Schaden bei Obst und Mais anrichtet, herrschit im Dersbachgebiet Wassernot.[4]

1985 In Cham-Hünenberg und Gebieten von Baar und Zug werden rund 70 Prozent der Zuger Obstanlagen sowie ganze Mais- und Getreidefelder durch Hagel zerstört.[5]

1992 Das Gewitter Lea mit Sturmböen knickt im Juli in den Gemeinden Cham und Hünenberg rund 30'000 m³ Waldbäume, der Bahnverkehr wurde stark beeinträchtigt, Hausdächer abgedeckt und Kellerräume überflutet.[6]

2000 Eine Gewitterfront mit Hagelschlag so gross wie kleine Golfbälle richteten im Juni in den Gemeinden Risch, Hünenberg, Cham, Steinhausen und Baar Schäden an Gebäuden und Kulturen in Millionenhöhe an.[7]


Quellen

  1. Zuger Neujahrsblatt, 14.6. und 1.1. 1910
  2. Zuger Kalender/Chroniken ZVB, 7.7.1942
  3. Zuger Kalender/Chroniken ZVB, 1.1.1962
  4. Zuger Kalender/Chroniken ZVB, 15.8.1982
  5. Zuger Kalender/Chroniken ZVB, 15.7.1985
  6. Zuger Kalender/Chroniken ZVB, 21.7.1992
  7. Zuger Kalender/Chroniken ZVB,25.6.2000